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FSV 06 Ohratal e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht

Thüringen-Pokal
1.Runde - 16.08.2025 17:00 Uhr
FSV 06 Ohratal   Langensalza
FSV 06 Ohratal 9 : 8 Langensalza
n. E.
(1:1, 3:3, 3:3)

Spielstatistik

Tore

Niklas Beese, Bastian Kehl, Connor Nagel

Assists

2x Till Schuchardt

Gelbe Karten

Antonio Keyßner, Till Schuchardt

Zuschauer

250

Torfolge

0:1 (32')Langensalza per Kopfball
1:1 (45')Bastian Kehl (Till Schuchardt)
1:2 (58')Langensalza per Kopfball
2:2 (70')Niklas Beese per Elfmeter
3:2 (82')Connor Nagel (Till Schuchardt)
3:3 (90')Langensalza per Freistoss

Elfmeterschießen

3 : 4Langensalza
Maximilian Hill verschossen
3 : 5Langensalza
4 : 5Till Schuchardt
Langensalza verschossen
5 : 5Julian Krieg
5 : 6Langensalza
6 : 6Max Wildies
6 : 7Langensalza
7 : 7Niklas Beese
7 : 8Langensalza
8 : 8Nils Rabitz
Langensalza verschossen
9 : 8Merlin Bönewitz

Luiz Miguel Schack: Ex-Klub Ohratal geärgert, trotzdem mit Langensalza ausgeschi

Ein spannendes Pokalspiel endet zugunsten des FSV Ohratal im Elfmeterschießen. Dass es soweit kommt, liegt am Preußen-Regisseur, der dennoch hadert.

Als einer der Letzten fand Luiz Miguel Schack den Weg in die Kabine. Bei der Familie hatte sich der 26-Jährige nach Spielende eingefunden, purer Enttäuschung inklusive. Trotz seiner Galavorstellung schied das höherklassige Preußen Bad Langensalza am Samstagabend beim Landesklässler FSV Ohratal aus. Mit 8:9 hatten sich die Preußen vom Punkt geschlagen geben müssen, nachdem sie eben durch Schack in der tiefen Nachspielzeit überhaupt erst den Treffer zum 3:3 erzielten, der sie im Spiel hielt.

Doch auch wenn letztlich die Lotterie Elfmeterschießen über das Weiterkommen in der 1. Runde des Landespokals entschied, war der Erfolg der Elf von Philipp Kiebert, Schacks Freund und Arbeitskollege, keineswegs unverdient. „Sie haben das gut gemacht, und wir haben es wie letzte Woche gegen Borsch nicht hinbekommen, die Anweisungen unseres Trainers umzusetzen“, befand Schack, der einst selbst im Ohrataler Trikot auflief und mit Kiebert noch zusammenspielte.

Preußen nur bei Standards stark

Schon im ersten Durchgang war ein Klassenunterschied kaum zu sehen. Ohratal startete mutig, doch dann akklimatisierten sich die Gäste und bekamen das Geschehen in den Griff, wirkten zunächst reifer. So war deren Führungstreffer folgerichtig. War Leon Schleip noch am aufmerksamen Pascal Böhm gescheitert (21.), brachte ein Standard das 1:0 aus Preußensicht. Schacks mit Effet in Richtung Tor geschlagener Freistoß von der linken Seite fand den Kopf von Maurice Meißner, der unbedrängt erfolgreich war (32.).

Dies animierte Ohrdruf, wieder mehr für die Offensive zu machen, was kurz vor der Pause belohnt wurde. Der schnelle Till Schuchardt bediente den aufgerückten Bastian Kehl, der in den Strafraum eindrang und Julien Patzer überwand (45.+1).

Ohrdruf wird mutiger

Nach der Pause änderte sich jedoch das Bild. Die Gäste wurden in ihrem Auftritt immer pomadiger, während Ohratal forsch aufspielte. Bis auf Schack, der überall auf dem Platz zu finden war, enttäuschte der Thüringenligist. Das Sturmduo hing über weite Strecken in der Luft und wurde von der gefälligen Ohrataler Defensive fast komplett aus dem Spiel genommen. Und so war es wenig verwunderlich, dass der zweite Preußen-Treffer wieder einem Standard entsprang. Schacks langer Freistoß segelte in den Strafraum und ging durch alle hindurch, Elshan Aliyev kam mit der Fußspitze dran und bugsierte den Ball über die Linie (58.).

Wieder führte der Favorit, doch man merkte den Gastgebern an, dass sie an sich glaubten. Mit dem schnellen Tempo der Außen brachte Ohratal die Preußen immer wieder in Bedrängnis. So auch vor dem 2:2, als Lucas Kraiczi in den Strafraum eindrang und von Nico Pawlak gelegt wurde. Zwar spielte dieser auch den Ball, traf Kraiczi aber merklich und so ging der Elfmeterpfiff von Konrad Götze in Ordnung. Niklas Beese trat an und traf wuchtig, obwohl Patzer noch dran war, zum Ausgleich (70.).

Letzte Aktion bringt Verlängerung

Der Treffer gab den Hausherren Oberwasser. Sie wollten nun mehr und belohnten sich. Nach Ballverlust kam Schuchardt an den Ball und setzte Connor Nagel in Szene, der seinem Gegenspieler entwischte und per Schlenzer zum 3:2 traf (82.). Das Duell war gedreht, das Pendel schien in Richtung Ohratals zu tendieren. Kiebert wechselte bereits taktisch und brachte Defensivleute, um das Ergebnis abzusichern. Dies schien sich bis in die Nachspielzeit auszuzahlen, doch ein Pfiff Götzes zerbrach zunächst die Träume. Zentral vor dem Tor bekam Preußen einen Freistoß zugesprochen, den Schack mit der letzten Aktion der regulären Spielzeit verwandelte.

In der Verlängerung besaßen zunächst beide Teams Möglichkeiten auf den Siegtreffer, wagten aber auch nicht mehr das letzte Risiko. So musste das Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden. Bei Ohratal scheiterte mit Maximilian Hill gleich der erste Schütze an Patzer. Doch in der Folge schoss erst Finn Harbauer über das Tor, beim Stand von 8:8 fischte Böhm den Kullerball von Niels Noak locker weg. Somit hatte Merlin Bönewitz den Sieg auf dem Schuh und verwandelte zum 9:8.


Quelle: Thüringer Allgemeine (Thomas Rudolph)

Fotos vom Spiel