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FSV 06 Ohratal e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht

Landesklasse Staffel 3
30. Spieltag - 14.06.2026 15:00 Uhr
FSV Wacker 03 Gotha   FSV 06 Ohratal
FSV Wacker 03 Gotha 1 : 1 FSV 06 Ohratal
(0 : 0)

Spielstatistik

Tore

Robert Eckhardt

Assists

Niklas Beese

Gelbe Karten

Aaran Ermel

Zuschauer

300

Torfolge

1:0 (58')FSV Wacker 03 Gotha
1:1 (90')Robert Eckhardt per Kopfball (Niklas Beese)

Schock in Nachspielzeit: Wacker Gotha gibt Thüringenliga-Aufstieg aus der Hand

Dramatische Sekunden in der Nachspielzeit kosten Fußball-Landesklässler Wacker Gotha den Aufstieg in die Thüringenliga – wie kam es zu diesem bitteren Ende?

In der Nachspielzeit gibt es noch einmal Ecke für den FSV Ohratal. Diese fliegt in den Strafraum des FSV Wacker Gotha, wird geklärt. Es folgen die Sekunden, die alles verändern. Ohrdrufs Niklas Beese kommt an den Ball und flankt erneut in den Strafraum, wo Robert Eckhardt mit dem Hinterkopf das Streitobjekt irgendwie über die Linie drückt. 1:1, der späte Ausgleich, der Wacker das Genick bricht.

Suhl zieht noch vorbei

Denn kurz darauf ist Schluss, und durch das zeitgleiche 2:1 des Suhler SV gegen Eintracht Ifta ist den über 300 Zuschauern im Volkspark-Stadion klar, dass der Aufstieg in die Thüringenliga in letzter Sekunde geplatzt ist. Suhl ist der lachende Sieger.

Während die Ohrdrufer mit ihrem Anhang den Punktgewinn feiern und sich auf die Abschlussfete vorbereiten, herrscht aufseiten der Gastgeber innere Leere. Gedankenversunken sitzen einige Spieler und Verantwortliche auf Stuhl oder Rasen, andere versuchen, in Gesprächen die unfassbare Situation zu verarbeiten.

„Das Resultat ist sinnbildlich für die Saison, wir haben wiederholt unnötig Punkte liegengelassen“, sagt ein gefasster Gothaer Trainer Norman Bonsack im Anschluss. Durch berufliche Verpflichtungen war er erst zur zweiten Halbzeit erschienen und sah in dieser das 1:0 durch Franz Burkhardt, welches die Tür zur Thüringenliga weit aufzureißen schien. Seine Ecke drehte sich mit Windunterstützung ins Tor, letztlich sah der junge Gästetorwart Luca Jung etwas unglücklich aus, da er sich den Ball selbst ins Gehäuse boxte (58.).

Es war ein Befreiungsschlag für die Gothaer, die sich aber in der Folge zu sehr auf das Resultat verließen, anstatt nachzusetzen. Ohratal glaubte an sich und gab die Hoffnung auf den Ausgleich nicht auf, der spät, aber insgesamt verdient fiel.

„Abenteuer hätten wir gerne angenommen“

Und so blieb den Gothaern der Sprung in die höchste Klasse Thüringens nach acht Jahren verwehrt. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir das irgendwie über die Linie bringen. Aufgrund der Verzichtslage der anderen Vereine haben wir uns das gesagt, dass wir das ins Visier nehmen. Das Abenteuer hätten wir gerne angenommen, aber rein sportlich gesehen hat man heute auch gesehen, dass wir nicht Erster geworden sind. Wie es nächste Saison aussieht, müssen wir sehen. Wir werden die Sinne schärfen, auch wenn die Liga im oberen Drittel enger und ausgeglichener wird“, so Bonsack.

Ohratal beendete die Spielzeit hingegen sogar als Dritter, hatte aber im Vorfeld bereits auf den Aufstieg verzichtet. So gibt es auch in der neuen Saison das beliebte Landkreis-Derby.


Quelle: Thüringer Allgemeine (Thomas Rudolph)