1.Mannschaft : Spielbericht
13. Spieltag - 02.04.2026 18:00 Uhr
| FSV 06 Ohratal | SG SV Eintracht Ifta | |||
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2 | : | 0 | ![]() |
| (1 | : | 0) | ||
Aufstellung
| M. WildiesC (87' C. Deutschmann) |
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| T. Schuchardt | M. Hill (82' J. Beck) |
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| T. Hausdörfer | |||
| N. Beese | B. Kehl (78' Q. Böttner) |
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| P. Ludewig | R. Eckhardt | ||
| A. Keyßner | M. Bönewitz | ||
| P. Böhm | |||
Spielstatistik
Tore
Philipp Ludewig, Max WildiesAssists
Niklas Beese, Maximilian HillGelbe Karten
Robert EckhardtZuschauer
180Torfolge
| 1:0 (43') | Max Wildies (Maximilian Hill) |
| 2:0 (82') | Philipp Ludewig (Niklas Beese) |
„Das wird teuer“: Seltener Torschütze hält Ohratal in der Landesklasse auf Kurs
Gegen Eintracht Ifta müht sich der FSV Ohratal zu einem 2:0. Für Klarheit sorgt einer, der seit mehr als sieben Jahren nicht mehr getroffen hat. Philipp Ludewig als Torschütze – das kommt noch seltener vor als ein 29. Februar. Das 2:0 gegen Ifta war im 177. Spiel erst sein zweites Tor überhaupt für den FSV 06 Ohratal. Und doch passte dieser Moment erstaunlich gut zu einem Abend, der irgendwo zwischen Alltag und Feiertag lag – Gründonnerstag eben, wenn andere schon an Ostern denken und auf dem Platz noch gearbeitet wird.
Verteidiger Ludewig erzielt das erlösende 2:0
„Lude“, wie sie ihn nennen, ist keiner für die großen Schlagzeilen. Seit 2015 hält er hinten dicht, räumt als Verteidiger ab und schiebt an. Und manchmal tauchte er auch vorn auf. Wie in der 82. Minute im Nachholspiel der Fußball-Landesklasse gegen Schlusslicht SV Eintracht Ifta. Nach Zuspiel von Niklas Beese nahm er den Ball auf und schoss aus spitzem Winkel ab – und schien selbst nicht ganz zu glauben, was da passiert war. Er drehte ab, sprintete zur Eckfahne, riss die Arme hoch. Teamkollegen eilten hinterher, von der Seite brandete Applaus auf. Dass es so lange gedauert hat, bis wieder ein Ball von seinem Fuß im Netz zappelte, weiß er selbst am besten. 2018 gelang ihm in Siebleben sein erster und bis dato letzter Treffer. „Ich kann mich noch genau erinnern“, sagt Ludewig später in der Kabine, noch außer Atem. Seither sind sage und schreibe 2790 Tage vergangen. „Umso überwältigter bin ich, dass es mal wieder geklappt hat“, freute sich Ludewig.
Gäste halten mit Einsatz und Wallstein dagegen
Es war kein Glanzstück des Spitzenreiters, sondern ein klassischer Arbeitssieg. Ohratal dominierte, ließ (häufig über den quirligen Till Schuchardt) den Ball gut laufen, hatte früh Chancen – und tat sich bis auf Max Wildies Führungstor (42.) doch schwer. Weil die Gäste einsatzstark verteidigten und Björn Wallstein sicher hielt. Trainer Philipp Kiebert sah vor allem ein Problem in den Entscheidungen: „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagt er. Es gab viel Ballbesitz, viele Verlagerungen, aber nicht immer mit der nötigen Klarheit. „Wenn du einen besseren Tag hast, machst du vielleicht ein paar Tore mehr“, so Kiebert. Was zeichnet diese Mannschaft, die nun siebenmal hintereinander gewann, derzeit aus? „Das große gesamte Paket passt gerade gut“, sagt der Coach. Keine Störgeräusche, kein „Gift in der Kabine“, stattdessen ein Gefüge, das trägt. „Das sind viele kleine Puzzleteile, die am Ende zu einem Erfolg dazugehören.“ Dass ausgerechnet Ludewig den Deckel draufmacht und in den Schlussminuten sogar noch die Kapitänsbinde trägt, sind mehr als Randnotizen. Es sind Symbole für dieses harmonische Gefüge. Natürlich kostete Ludewig das Tor die eine oder andere Runde. „Viele haben mich gleich angesprochen“, sagte er und lächelte. „Wenn man mit Karte zahlen kann, wird es teuer.“ Aber auch das gehört dazu an so einem Abend. Beim Gegner fiel die Einordnung nüchterner aus. „Kämpferisch gibt es nichts zu meckern“, sagte Teammanager Damian Wallstein. Die 0:2-Niederlage sei „schnell abgehakt“, der Blick gehe nach vorn: „Wir konzentrieren uns jetzt auf das Heimspiel gegen Siebleben, da müssen Punkte her.“
Ohratal hat noch eine Rechnung zu begleichen
Und auch für Ohratal richtet sich der Fokus bereits neu aus. Am Samstag, 11. April, kommt der FC Schweina-Gumpelstadt und mit ihm die Erinnerung an das deutliche 1:5 aus dem Hinspiel. „Wir haben dort richtig einen eingeschenkt bekommen“, sagt Kiebert. Es sei eine „richtige Granate“, die da warte.
Es dürfte ein ganz anderes Spiel werden. Eines auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden – und vielleicht wieder mit einem Moment, in dem einer wie Ludewig aus der Reihe tritt.
Quelle: Mike El Antaki (TA)

