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FSV 06 Ohratal e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht

Landesklasse Staffel 3
6. Spieltag - 27.09.2025 15:00 Uhr
FSV 06 Ohratal   SG Siebl/Seebergen
FSV 06 Ohratal 3 : 1 SG Siebl/Seebergen
(3 : 0)

Spielstatistik

Tore

2x Connor Nagel, Niklas Beese

Assists

Maximilian Hill, Tom Hausdörfer

Gelbe Karten

Maximilian Hill, Tom Hausdörfer

Zuschauer

150

Torfolge

1:0 (14')Connor Nagel (Tom Hausdörfer)
2:0 (25')Niklas Beese per Elfmeter
3:0 (27')Connor Nagel (Maximilian Hill)
3:1 (66')SG Siebl/Seebergen

Derbysieg geht an Ohratal

Zwischen Lehrstunde und Einstellungsfrage: Ohratal gewinnt Derby gegen Siebleben 

Beim 3:1 im Landesklasse-Duell legt Ohrdruf die Grundlage im ersten Durchgang. Warum Gäste-Coach Hatzky zum Philosophen avanciert.

Im Zuge der Enttäuschung gab Sieblebens Trainer Christian Hatzky nach Spielende fast schon philosophische Zitate zum Besten. „Wenn nach der ersten Halbzeit die Stutzenfarbe noch weiß ist, ist die Einstellung falsch“, befand der Coach im Nachgang eines Landesklasse-Derbys, das über eine Halbzeit nur vom FSV Ohratal wie ein Derby gespielt wurde.

Während die Gästeelf bis auf wenige Ansätze oft nur zweiter Sieger war, sprudelten die Ohrdrufer vor Spielfreude. Dass die 3:0-Halbzeitführung den Sieblebern schmeichelte, sagte alles über das an diesem Tag ungleiche Kräfteverhältnis aus. Zumindest in den ersten 45 Minuten erteilte der Hausherr den Randgothaern eine Lehrstunde.

Connor Nagel als Unterschiedsspieler

Toll herausgespielt waren die Tore zum 1:0 bzw. 3:0 durch den jungen Connor Nagel, der punktgenaue Vorlagen von Tom Hausdörfer und Maximilian Hill abgezockt zu nutzen wusste (14./27.). Oder das gewonnene Kopfballduell Nagels gegen Abwehrchef Christian Schreiber, der den Ohrdrufer beim Versuch des Klärens im Strafraum foulte und so den Elfmeter verursachte, den Niklas Beese wuchtig unter die Latte schoss (25.).

Und wer weiß, wie böse der Nachmittag für die Gäste hätte enden können, wäre der flinke Quentin Böttner vor dem gegnerischen Tor noch etwas abgezockter. Gleich drei gute Möglichkeiten hatte der aus der Kreisliga gekommene Angreifer auf dem Schuh, scheiterte aber an Torwart Dominique-Joel Hopf. Wohlgemerkt, all jene Aktionen fanden vor der Pause statt.

Der Auftritt der Siebleber blieb bis dahin ein Rätsel. Das sonst so starke Offensivspiel fand gar nicht statt (was auch an der Ohrataler Defensive lag), in der Defensive offenbarten sich über die Außen große Löcher, in die Ohrdruf immer wieder Nadelstiche setzte. „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen. Ich habe alles versucht, die Truppe heiß zu machen. Aber wenn es als Truppe nicht funktioniert, kannst du gegen Ohratal nicht punkten“, ärgerte sich Hatzky und kritisierte: „Die Einstellung passt mir nicht.“

Wenn man der Spielvereinigung positive Aspekte abringen wollte, war es die größere Gegenwehr nach der Pause. Man erreichte Gleichwertigkeit – zum einen aus eigenem Antrieb, andererseits der Tatsache geschuldet, dass Ohrdruf einen Gang zurückschaltete. Oder, mochte man Kritik üben, nicht mehr die letzten Schritte ging und sich dem Niveau des Gegners anpasste.

„Da waren wir nicht mehr mutig“

„Da waren wir nicht mehr mutig, haben das Spiel von Siebleben leider angenommen und waren viel zu weit weg von den Leuten“, sah auch Ohratals Coach Philipp Kiebert eine Verschlechterung der bis dahin so gefälligen Leistung.

Wer allerdings dachte, dass sich Siebleben nach dem 3:1 durch Andreas Jewtschuk berappeln würde, sah sich getäuscht. Sein Abstaubertor, entstanden aus einem unglücklichen Abwehrversuch (66.), hätte ein Initial zur Aufholjagd sein können. Hätte, weil Ohrdruf auch in der Folge dem Gast das Geschehen überließ, die Spielvereinigung aber kein Kapital daraus ziehen konnte.

Etwas beispielhaft für den gebrauchten Tag der Gäste zeigte sich die Schlussaktion von Michele Lehmann. Sonst treffsicher, schob er völlig freistehend den Ball deutlich neben das Tor (90.+3). Und so feierte Ohratal einen letztlich ungefährdeten Heimerfolg, der weiteren Aufschwung geben dürfte.

Siebleben hingegen steht nächstes Wochenende gegen Aufsteiger Ifta in der Pflicht. Wahrscheinlich wird das Duell erneut im Törpe-Sportpark ausgetragen.


Quelle: Thüringer Allgemeine (Thomas Rudolph)