1.Mannschaft : Spielbericht
4. Spieltag - 13.09.2025 14:00 Uhr
| FSV 06 Ohratal | VFL Meiningen 04 | |||
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1 | : | 4 | ![]() |
| (0 | : | 2) | ||
Aufstellung
| S. Horn (69' M. Bönewitz) |
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| C. Nagel (46' R. Eckhardt) |
Q. Böttner (64' B. Kehl) |
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| T. Hausdörfer | |||
| T. Schuchardt | N. Beese | ||
| L. Jungheinrich | M. Hill | ||
| M. WildiesC | A. Keyßner | ||
| P. Böhm (75' P. Helbig) |
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Spielstatistik
Tore
Tom HausdörferZuschauer
71Torfolge
| 0:1 (5') | VFL Meiningen 04 |
| 0:2 (36') | VFL Meiningen 04 |
| 0:3 (82') | VFL Meiningen 04 |
| 1:3 (85') | Tom Hausdörfer |
| 1:4 (89') | VFL Meiningen 04 |
Liga-Frust, Pokal-Lust: Ohratal hakt Dämpfer ab und ist heiß auf Rot-Weiß
Woran es im Ohrataler Spiel gegen den VfL Meiningen gehapert hat und wer sich aufs Achtelfinale gegen den Ex-Verein freut.
Die erste Reifeprüfung der noch jungen Saison hat der FSV Ohratal nicht bestanden. Nach drei Siegen unterlagen die Ohrdrufer im Spitzenspiel gegen Thüringenliga-Absteiger VfL Meiningen mit 1:4.
Ohrdruf fehlt die Durchschlagskraft
Ohratals Trainer Philipp Kiebert nahm seine Spieler danach in Schutz und fand auch lobende Worte für seinen Gegner: „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, aber vorne fehlt die Durchschlagskraft. Meiningen ist nun mal ein Gegner, welcher deine eigenen Fehlerketten eiskalt bestraft.” Meiningens Trainer Marcel Kißling freute sich sichtlich über die nächsten drei Punkte und sagte: „Für uns sind alle drei Punkte gleichwertig, aber gegen einen direkten Konkurrenten um den Staffelsieg schmeckt es umso besser.”
Das Spiel sollte von Beginn an auch den Spitzenspielcharakter behalten, denn Ohratal hatte direkt den ersten Hochkaräter. Schuchardt setzte Horn clever in Szene und nur unter größter Mühe konnte Meiningens Schlussmann Henning den Einschuss verhindern (2.). Auf der anderen Seite zeigten sich die Gäste deutlich abgezockter. Ein schnell ausgeführter Einwurf überraschte die Ohrdrufer Hintermannschaft, sodass Weber den Ball ungestört in der Luft annehmen und per Volley vollenden konnte (9.).
Gäste stecken Ausfall von Benkenstein weg
„Heute kam es vor allem auf unsere Effizienz an. Dass wir mit so einem Dosenöffner in das Spiel gehen, war sicherlich spielentscheidend für uns”, beschrieb Meiningens Trainer Kißling die Wichtigkeit des frühen 0:1 für seine Mannschaft. Auch nach der frühen verletzungsbedingten Auswechslung des Kapitäns Benkenstein verlor Meiningen nicht die Struktur. Mit dem schnellen Tor in der Hinterhand stand man tief und überließ Ohratal das Spielgeschehen.
Gebremst wurde das Spiel der Ehrenelf immer wieder durch einfache Ballverluste im Aufbauspiel. Nach Balleroberung und einer schnellen Passstafette wurde Landgraf auf die Reise geschickt. Ohratals Torwart Böhm rettete zwar noch den ersten Versuch, beim zweiten Torschuss durch Aljiija war er aber machtlos (36.).
Ohratal kann mit viel Ballesitz wenig anfangen
Auch in der zweiten Halbzeit zeigte sich das selbe Bild. Mit dem Wissen, dass man nur noch einen Einwechselspieler auf der Bank sitzen hat und mit der Führung auf der Habenseite stand Meiningen tief. Ohratal wusste mit dem vielen Ballbesitz nicht viel anzufangen. Es dauerte bis zur 66. Minute, als Kapitän Wildies einen wuchtigen Kopfball nach Beese-Flanke auf das Meininger Tor bugsierte. Wieder war es der aus Gerstungen stammende Henning, der glanzvoll den Ball über das Tor lenkte und somit den Anschlusstreffer verhinderte.
Nach einem langen Abschlag von Henning gewann Meiningen zwei Kopfballduelle und der mittlerweile eingewechselte Daneyko war frei durch. Der Joker zielte stramm ins lange Eck zum umjubelten 0:3 ab (82.). Etwas glücklich, aber sinnbildlich für dieses Spiel war Ohratals Treffer. Hausdörfer spazierte in die gegnerische Hälfte, sah, dass Henning etwas zu weit vor seinem Tor stand und hob den Ball gefühlvoll aus 45 Metern über Henning ins Glück (85.).
Meiningen, sichtlich wachgerüttelt, hatte aber noch nicht genug. Kurz vor Schluss war es erneut Daneyko, der auf links freigespielt wurde, nicht den Abschluss suchte, sondern am langen Pfosten den einlaufenden Gromm bediente. Der eigentliche Verteidiger schob gekonnt zum 1:4 Endstand ein (89.).
Für Ohratal heißt es nun die Vorbereitungen für das Thüringenpokal-Achtelfinale anzugehen. Sie bekamen keinen Geringeren als den FC Rot-Weiß Erfurt zugelost. Sowohl Ohratals Trainer Kiebert, aber auch sein Co-Trainer Hausner haben beide eine gemeinsame Vergangenheit beim FC RWE. „Für uns im Trainerteam ist das natürlich ein Highlight, aber auch für den Verein, für die Jungs und für die Kasse ist es etwas ganz Besonderes, ein richtiger Kracher eben.” Das Achtelfinale im Thüringenpokal wird am Wochenende 10. bis 12. Oktober ausgetragen.
Quelle: Nico Heinrich (TA)

