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Ende einer langen Reise

Max Wildies, 14.01.2023

Ende einer langen Reise

AS Rum gewinnt die Ohrdrufer Fußballnacht durch ein 4:1 gegen das weiße Lazarett. Positives Fazit der Organisatoren

Kurz nach halb drei Uhr morgens reckte Jonas Weise den großen Pokal vor seinen Mannschaftskameraden empor und ließ den AS Rum samt seiner Anhänger auf der Tribüne lautstark jubeln. Deutlich hatten sie das Finale gegen das „weiße Lazarett“ beim 4:1 dominiert. Moritz Karl Müller brachte sein Team mit zwei Toren auf Kurs, Niklas Witzel legte nach. Dem postwendenden Anschluss durch Younes El Antaki hielt Justin Bürger kurz vor Ende den finalen Treffer entgegen. Danach war Schluss, die Sieger fielen sich in die Arme.

„Vielleicht haben wir um die Uhrzeit noch ein wenig mehr Kraft in den Knochen gehabt, weil wir jung sind“, befand Franz Burkhardt, seinerseits Mittelfeldstratege beim FSV Wacker Gotha. Für ihn und seine Mitstreiter glich der Sieg bei der 17. Auflage der Optiper Fußballnacht das Ende einer langen Reise.

2020 hatte die damals noch sehr junge Auswahl bereits im Finale gestanden, war damals dem Team „Rednex United“ etwas unglücklich nach Neunmeterschießen unterlegen. Diesmal aber spielte die Auswahl den beständigsten Hallenfußball aller 24 Teams. Abgezockt, defensivstark, geordnet – die Entwicklung der Jungs, die in der Zwischenzeit trotz Corona in ihren Männerteams im Freien immer erfahrener werden, zahlte sich aus.

Großteil des Siegers seit der Jugend beim FSV Wacker Gotha

Ein Großteil des AS Rum spielte seit der C-Jugend beim FSV Wacker unter Heiko Burkhardt zusammen und war da in der Verbandsliga erfolgreich. „Am liebsten hätten wir ihn auch heute als Trainer da gehabt. Aber Mutti hat Geburtstag, da musste er passen“, entschuldigte Franz seinen Vater. Dass die Truppe, zu der neben Wacker-Spielern auch Weise (Emleben/Schwabhausen), Paul Etzoldt (Chemie Kahla), Müller (Turbine Halle) und Maximilian Hill (Ohratal) gehörten, vorne mitmischen würde, hatte auch Lars Beese auf dem Zettel. Schließlich spielte sein Sohn Niklas einst auch in dieser Elf. „Sie haben im Vergleich zur letzten Auflage, die ja nun fast drei Jahre zurückliegt, deutlich an Erfahrung gewonnen“, befand der Präsident des FSV Ohratal.

Lob hatte er aber auch für den Finalgegner übrig, der mit Steffen Scheidler und El Antaki (beide Wacker Gotha) sowie Tobias Meisel und Michael Fritz (Sundhausen) und den beiden Büßlebener Christoph Hempel und Hagen Apitius jede Menge Erfahrung aufbot und den AS Rum in der Gruppe sogar mit 1:0 bezwang. Komplettiert wurde das weiße Ballett durch Leon Göring. Der im Winter von Sundhausen nach Siebleben gewechselte Offensivmann wirbelte die Abwehrreihen der Gegner des Öfteren durcheinander und wurde folglich als „Bester Spieler“ ausgezeichnet.

Dass das weiße Lazarett im Halbfinale die als Favorit eingeschätzte Truppe TuS Blutgrätsche – bestehend aus Spielern des Verbandsligisten Preußen Bad Langensalza und von Lok Gotha – mit 4:2 bezwingen würde, war so nicht zu erwarten. Die TuS musste sich in der Folge im Spiel um Platz drei auch den gefällig agierenden Sieblebern mit 2:3 beugen, die als Team „Real Litätsverlust“ stark aufspielten und im Viertelfinale gegen die Glaswerker (Schott Jena) beim 4:3 das beste Spiel des gesamten Turniers zeigten.

Die vielleicht größte Überraschung gelang dem weißen Lazarett aber eine Runde zuvor. Im Viertelfinale bezwang es Turnierfavorit Optiper 2:1. Zwar verfügte die Mannschaft des Turnier-Sponsors über die stärksten Namen und dominierte. Vor dem Tor zeigten sich die Außenseiter aber dank Meisel und Göring eiskalt, sodass Philipp Kiebert nur noch verkürzen konnte.

Glück unter den Optipern besaß hingegen Max Wildies. Er rutschte bei einer Klärungsaktion unglücklich gegen das Tor und musste im ersten Spiel gleich mit einer Fleischwunde verletzt raus. Zwei Stunden später stand er aber mit Verband wieder in der Halle. „Es wurde genäht, ich muss nur zwei Wochen pausieren“, frohlockte er.

Und so sah auch er ein ansprechendes Turnier, dass bis auf ein paar hektische Momente in der Gruppenphase samt einiger Roter Karten sehr fair verlief. Einer 18. Auflage im nächsten Jahr dürfte so nichts im Wege stehen.


Quelle:Thomas Rudolph (TA)