FSV 06 Ohratal e.V.

Rückblick Erste

Ronny Koch, 04.01.2019

Rückblick Erste

In aller erster Linie möchte ich sagen, dass der Aufstieg in die Thüringenliga der größte Erfolg, der immer noch sehr jungen Vereinsgeschichte war. Unser Mannschaftsgefüge wurde gegenüber der Vorsaison kaum verändert, was ich allerdings nicht als Nachteil verzeichnen möchte, denn genau diese Akteure haben es sich verdient in der höchsten Liga Thüringens mitzuwirken. Der sofortige Wiederabstieg lässt vielleicht vermuten, dass die einjährige Erfahrung als Tabellenletzter als Negativgeschehnis bewertet wird. Ich sehe das nicht so. Wir sind schon über viele Jahre ein sehr intakter Verein und haben noch intaktere Männermannschaften, welche sich einfach solche Experimente erlauben können, ohne dass dabei die Mannschaftsstruktur kaputt geht. Jedes Spiel hat uns ein Stückchen weitergebracht, so negativ es auch bestritten wurde. Wir sind so schlau, um zu wissen, dass es bei uns im Amateurbereich auch noch um andere Dinge geht, als um das runde Leder. Ob Familie, Beruf oder Reisen – jeder strebt in erster Linie nach seiner primären Instanz und das ist auch gut so. Sportlich gesehen hatten wir in vielen Belangen auch manchmal Pech. Wir haben oftmals späte Gegentore bekommen und knapp verloren, aber das interessiert mittlerweile auch keinen mehr, denn mehr als einen Respektpunkt haben wir dadurch nicht erhalten. Das Niveau in der Thüringenliga ist nicht exorbitant höher, aber es gibt weniger Zufallsprodukte als in den unteren Ligen. Wir konnten uns nicht mehr erlauben mit 80% zu spielen oder auch nur einen winzigen Augenblick unaufmerksam zu sein. Viele von uns waren, zumindest anfänglich, einfach noch zu grün hinter den Ohren. Spielerisch fehlten uns abermals die Ideen, um erfolgreich punkten zu können.

Ich persönlich bin mit der bisherigen Hinrunde sehr zufrieden. Es macht unglaublich viel Spaß innerhalb der Mannschaft und des Vereins und zu allem Überfluss übertragen wir dies auch größtenteils auf das Spielfeld. Mit dem aktuell dritten Tabellenplatz können wir zufrieden sein, zumal es nicht so ist, dass man als Absteiger der Thüringenliga sofort wieder in der Favoritenrolle steckt – da komme ich allerdings gerne auf mein oben angesprochenes Thema zurück. Wie auch Sepp Herberger bereits 1954 gepredigt hat: ‘‘Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen.‘‘
Niemand von uns hat den Verein aufgrund des Abstieges verlassen und wir sind abermals in gleicher Aufstellung. Mit nur zwei Niederlagen und einer der besten Offensivabteilungen der Liga, sind wir weiter dran die Tabellenspitze zu erobern. Ich möchte mich zum Thema Aufstieg noch gar nicht äußern, obwohl mich bereits viele von außerhalb dazu gefragt haben. Ich denke bis zu einem tabellarisch spruchreifen Stand werden noch ein paar Tore auf den Sportplätzen dieser Welt geschossen. Wir denken von Spiel zu Spiel, möchten aber natürlich auf sportlicher Ebene so erfolgreich wie möglich sein. Wir werden sehen, was die kommende Spielzeit noch zu bieten hat. Ein positives Feedback und großes Dankeschön für bisher getane Arbeit, möchte ich an dieser Stelle noch an Trainer Michael Storch im Namen des Vorstandes und auch im Namen der Mannschaft vergeben. Es ist unglaublich wichtig, dass wir einen Trainer haben, auf den wir uns zu 100% verlassen können, der immer da und auch dementsprechend vorbereitet ist. Natürlich schmeckt nicht jedem immer der Trainingsinhalt, das gehört aber dazu. Wichtig ist, dass wir beispielsweise im Mannschaftsrat alle miteinander auf Augenhöhe kommunizieren können, so dass ein gesunder Meinungsaustausch vollzogen werden kann. Ein Verein kann aber nur funktionieren, wenn einem die Steine aus allen Richtungen gereicht werden. Dazu gehört eine immer strukturierte Vorstandsarbeit, die Zuarbeit von zweiter und dritter Mannschaft und die Unterstützung von unzähligen Helfern, ohne die unsere ganze Infrastruktur überhaupt nicht existieren würde. Um den positiven Erfolg abzurunden – wir sind sportlich gut drauf und zwischenmenschlich alle auf einem absolut ebenbürtigen Level. Ich persönlich wünsche mir unabhängig von jeglicher Liga noch viele weitere Jahre mit der Ehrenelf im Nacken, der Binde am Arm und der Peitsche in der Hand, denn die bedarf es, wenn die Herren Beese oder Meitz mal wieder zu viel Auslauf bekommen 😉

 

 


Quelle:P.K.


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